Montag, 19. August 2013

nach Bordeaux Reisetag 5

Der Reisetag 5 bestand aus viel Fahrerei. Fast 600 km habe ich hinter mich gelegt und war immer noch in Frankreich - in dem Land in dem mich doch so schlecht Verständigen kann... Ich muss sagen, die Raststätten in Frankreich sind aber, im Gegensatz zu vielen Deutschen Raststätten, schön und nicht zu teuer, so dass bei jeder leichten Ermüdungserscheinung, also circa jede 100km, eine Raststätte für einen Expresso angesteuert habe. Auch erwähnenswert: Die Toiletten sind kostenfrei und meist sehr ordentlich, was bei dem hohen Café und Wasser Konsum auch gut war. Das Wetter war außerdem gnädig und es war häufig leicht bewölkt, so dass ich nicht zu arg ins schwitzen kam.


Bordeaux habe ich unterschätzt. Ich habe ja keine Ahnung von Frankreich und hatte mir die Stadt doch wesentlich kleiner vorgestellt. Da ich ein Zimmer in einer Jugendherberge am Innenstadtrand gebucht hatte, habe ich am Abend diese angesteuert. Dies gestaltete sich doch aufgrund der Grüße von Bordeaux und mangelnder Vorbereitung (Adresse?) eher schwierig; jedoch konnte ich die Daten vom Hostel nochmal im Internet finden und dieses Problem lösen. Dort, in der Herberge, habe ich mit ein volles 4-Bettzimmer geteilt. Abends habe ich mir dann noch schnell die Beine vertreten und mir Bordeaux angeschaut. Bordeaux ist eine sehr schöne Stadt und sie ist es auf jeden Fall Wert noch genauer erkundet zu werden. Die hauptsächlich französischen Touristen machten die Innenstadt Restaurants den ganzen Abend unsicher und Speisten und Tranken in den kleinen Gassen und auf den großen Plätzen der Stadt, vermutlich die ganze Nacht. Ich habe eine schönes Pizza Bistrot entdeckt, in dem ich mich auch alleine ganz wohl fühlte eine Pizza zu verspeisen. Irgendwie ist Abendessen im Restaurant meist für zwei oder mehrere Personen ausgelegt und ich hatte keine Lust einen mittleren Geldbetrag für ein Mehrgänge-Menü aufzuwenden, ohne nette Begleitung dabei zu haben, um den Abend zu teilen.

Die Nacht im 4-Bettzimmer war aufgrund eines vermutlich Mittvierziger-Franzosens nervenaufreibend. Leider war ich nicht mit Oropax ausgestattet, obwohl ich bezweifle, dass dieser tiefe, sonore Bass seines Schnarchtons durch herkömmliche Billig-Oropax aufzuhalten gewesen wäre... Somit erwachte ich am kommenden gerädert und todmüde und schwor mir, das nächste Mal eine Einzelzimmer zu gönnen und in einem kleineren Ort zu nächtigen.


1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ein schnarchender Mivierziger, ojeeee!!! Du Armer!! Ich kann es mir so bildlich und lautlich vorstellen!!!!

PS. Die Kommentierende hat wieder einmal kommentiert und sendet liebe Grüße aus Heidelberg!