Sonntag, 8. November 2009

"La teta asustada"

Wie jedes Jahr findet auch dieses Jahr wieder das 58. "International Film Festival Mannheim Heidelberg" in meiner Stadt statt. Am Samstag war ich im Stadthaus, wo ein provisorischer Kinosaal aufgebaut wurde, um mir den mit einem goldenen Bären bei der Berlinale ausgezeichneten Film "LA TETA ASUSTADA" anzuschauen. Der deutsche Titel laut Programm heft ist "Eine Perle der Ewigkeit" oder laut des eingeblendeten Untertitels im Film "Faustas erwachen". Im Englischen heißt er "Milk of Sorrow"...

Filmkritik von Martin Thoma

Sonntag, 1. November 2009

Da kann die FDP mal stolz auf das ehemalige Mitglied sein



Achenbach

Nach dem Examen war er zunächst als Geschäftsführer der Stiftung Adolf-Hitler-Spende mit der Sammlung von Industriespenden für die NSDAP beschäftigt (s. Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft). Mitglied der NSDAP war er seit 1937.
Im Rahmen dieser Tätigkeit war Achenbach auch für die Durchführung der Judendeportationen mitverantwortlich. 1944/45 war er Soldat. Nach dem Kriegsende versuchte er gegenüber den amerikanischen Ermittlern die deutsche Botschaft in Frankreich als Hort der Verschwörung gegen Hitler darzustellen und behauptete von Judendeportationen, Geiselerschießungen u. ä. nichts gewusst zu haben.[1]

Seit 1946 arbeitete Achenbach als Rechtsanwalt in Essen und war 1947/48 als Verteidiger im I.G.-Farben-Prozess tätig und verteidigte dort Fritz Gajewski. Im Wilhelmstraßen-Prozess verteidigte er Ernst Wilhelm Bohle. Gemeinsam mit dem ehemaligen Chef-Ideologen des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) Werner Best gehörte er Anfang der 1950er Jahre zu jenen, die eine Generalamnestie für NS-Täter durchsetzen wollten.[2]

Achenbach gelang es trotz seiner Vergangenheit bis in die 1970er Jahre hinein seine Karriere als Anwalt und FDP-Politiker unbehelligt fortzuführen. Erst 1974 wurden von Beate Klarsfeld, die gemeinsam mit ihrem Mann Serge Klarsfeld Achenbachs Verstrickung in den Holocaust aufgedeckt hatte, verhemente Rücktrittsforderungen laut.

Achenbach war nach dem Krieg in die Freie Demokratische Partei eingetreten, deren außenpolitischer Sprecher er bis April 1953 war. Innerhalb der nordrhein-westfälischen FDP galt er als rechte Hand des Landesvorsitzenden Friedrich Middelhauve und war für das Einwerben von Industriespenden zuständig. Dabei halfen ihm seine Kontakte aus der Zeit als Geschäftsführer der Stiftung Adolf-Hitler-Spende. So sorgte er dafür, dass Hugo Stinnes jr. der NRW-FDP den Mitarbeiter Heinz Wilke, einen ehemaligen hauptamtlichen HJ-Führer, finanzierte, dessen Aufgabe die Auswahl der sogenannten Außengeschäftsführer auf Kreis- und Bezirksebene war. Dies führte dazu, dass fast alle dieser Stellen mit ehemaligen Nationalsozialisten besetzt wurden. Achenbach wählte auch Middelhauves persönlichen Referenten Wolfgang Diewerge, u. a. Träger des goldenen NSDAP-Parteiabzeichens und des "Blutordens", aus.

Achenbach war als Berichterstatter des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag zuständig für das deutsch-französische Zusatzabkommen zum Überleitungsvertrag (unterzeichnet 1971), dessen Ratifizierung er bis 1974 erfolgreich verhinderte. Dieser Vertrag sollte es möglich machen, jenen deutschen NS-Verbrechern den Prozess zu machen, die bereits in Frankreich in Abwesenheit verurteilt worden waren. Es kam zu einem regelrechten Skandal und Bundeskanzler Helmut Schmidt sagte der französischen Regierung schließlich eine umgehende Ratifizierung des Vertrags zu[7] . Wegen Achenbachs Blockaden konnten 1979 in Köln nur noch drei zentrale Akteure der Judenverfolgung in Frankreich, nämlich Kurt Lischka, Ernst Heinrichsohn und Herbert M. Hagen, vor Gericht gestellt werden.[8]

Quelle: kompletter Wikipedia Artiekl