Der siebente Tag war ein langer Fahrtag mit über 600 Kilometern. Wobei der größte Teil der Strecke durch Spanien über Autobahnen führte, auf denen man gemütlich 130 km/h fährt, obwohl die Schilder 120 km/h anzeigen. Wohingegen in Frankreich auf den Schildern 130 km/h stand und jeder genau so schnell nach Tacho gefahren ist. Demnach: keine Umstellung der Fahrgewohnheit, lediglich die Straßen waren wesentlich leerer und es gab keine Mautstrecken mehr in Spanien.
Am Nachmittag, dank einer Stunde Zeitverschiebung, bin ich dann in meinem Hostel angekommen. Ein ehemaliges Kloster am Stadtrand, in dem ich ein Einzelzimmer reserviert hatte. Dort habe ich mich dann ein wenig ausgeruht und habe Abends die Stadt erkundet.
Nachdem ich an Salamanca Richtung Cidudad Rodrigo unterwegs war stellte sich das Gefühl ein, gleich in Portugal zu sein, jedoch zog sich der letzte Abschnitt noch immens. Vor einigen Jahren bin ich einmal mit dem Bus von Coimbra nach Portugal gefahren und wir hatten eine Pause an einer großen Raststätte gemacht, die ich auch auf meiner Fahrt wiederfinden wollte. Dies ist mir auch gelungen. In Fuentes de Oñoro direkt vor der Grenze habe ich mein wahrscheinlich letztes Baguette mit spanischer Tortilla gegessen und bin dann über die Grenze gefahren. Ab jetzt ging es die Berge hinunter und hinauf und wieder hinunter. Hier war dann auch wieder Maut fällig; hierfür musste ich mich hinter der Grenze mit meiner Kreditkarte an einem Kamerterminal mit meinem Kennzeichen registrieren lassen, da die Maut per Kamera auf den Strecken festgestellt wird und wohl direkt von meiner Kreditkarte abgebucht wird.
Auf den sehr auf- und abgehenden Autobahn fuhren die Einheimischen und viele Leute mit Luxemburger Kennzeichen wie die verrückten. Die geltende Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h wird nur eingehalten, wenn der Fahrer den Streckenabschnitt wirklich für zu Steil (das Auto schafft halt nicht mehr) oder zu kurvig (also WIRKLICH kurvig!) hält.
Mein letzter Streckenabschnitt führte mich über eine Bundesstraße auf eine Landstraße von Penacova über Misarela nach Coimbra.
Hierbei handelte es sich um eine fantastische Strecke am Rio Mondego entlang mit einer angeblichen Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h, was für mich auf der kurvigen Bergstraße an den Klippen und am Abhang entlang schlängelnd jedoch utopisch klang, welche jedoch sogar mit Radarfallen überwacht werden musste. Auf dieser Strecke musste ich mehrmals anhalten und die Aussicht genießen. Am Punkt B (Misarela) sind diese Bilder des Flussstrands durch mein Mobiltelefon entstanden:
Vorsicht, Panorama Funktion verzerrt die Perspektive















